Vom Ostsee zur Ostsee

entlang der Oder-Neiße

 

Eine erlebnisreiche Radtour vom Ostsee zur Ostsee. Der Cottbuser Ostsee ist ein Zukunftsprojekt und entsteht auf der Fläche des ehemaligen Braunkohlentagebaus Cottbus-Nord im Osten des Stadtgebietes. Der Cottbuser Ostsee wird dann eine Größe von 19 Quadratkilometern erreicht haben und damit größter See der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft und zugleich größter See Brandenburgs sowie das größte künstliche Gewässer Deutschlands sein. Großstadtleben mit Seeblick!

Ihr Weg führt Sie entlang des Oder-Neiße-Radwegs mit Blick zum Nachbarland Polen. Orte voller Beschaulichkeit, Städte großer Vergangenheit und europäischer Zukunft beeindrucken ebenso wie die Idylle und Weite der Landschaft. Weiter geht es durch die stille und weite Flusslandschaft des Oderbruchs sowie durch die Seen, Felder und Wälder Mecklenburgs. Hinter dem Stettiner Haff haben Sie die Ostseeinsel Usedom erreicht. Die knapp 450km² großen Ostseeinsel, die aufgrund klimatischer Bedingungen und mit mehr als 1.900 Sonnenstunden im Jahr als „Sonneninsel“ bekannt ist.

 

Streckenprofil

  • Gesamtlänge: ca. 465 km

  • Tagesetappen: ca. 50 - 70 km

  • Flacher Streckenverlauf

 

Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen

 

auf Wunsch GPX-Daten kostefrei verfügbar                     

 

 

1. Tag Anreise in Peitz

Individuelle Anreise in der Ostsee-Radlerpension Peitz.

Erkunden Sie den zukünftigen „Cottbuser Ostsee“. Schon heute bieten sich viele Möglichkeiten den Entstehungsprozess des Cottbuser Ostsees zu beobachten und dessen nähere Umgebung zu erkunden. Vor Ort können Sie mehr über die Geschichte der Stadt und Region, des Tagebaus sowie des zukünftigen Sees erfahren. Im Hintergrund erkennen Sie das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde.

Der Cottbuser Ostsee ist ein Zukunftsprojekt für Stadt und Region. Zentrales Ziel ist die Anbindung des Sees an die Großstadt Cottbus. Bis spätestens 2030 wird aus einem ehemaligen Braunkohletagebau der 1.900 Hektar große Cottbuser Ostsee entstehen.  

 

2. Tag: Die Mönchstour vom Vorspreewald ins Schlaubetal ca. 48 km

Von der alten Fischer- und Festungsstadt Peitz führt der Weg zunächst auf dem Radweg „Tour Brandenburg“ nach Tauer. Sie verlassen das Peitzer Land welches auch als „Vorspreewald“ bezeichnet wird. Durch flache Wiesen- und Waldgebiete, die von vielen Wiesengräben gekennzeichnet sind, erreichen Sie den Naturpark Schlaubetal. Gleich neben der Heide liegt der idyllische Ort Reicherskreuz, der von Mönchen des Klosters Neuzelle gegründet sein soll. Über den „Mönchradweg“ gelangt man nach Neuzelle, dem „märkischen Barockwunder“. Das Zisterzienserkloster Neuzelle zählt zu den bedeutendsten Kunstschätzen im Land Brandenburg und ist weit über die Landesgrenze bekannt.  Mittelpunkt der vollständig erhaltenen Klosteranlage bildet die katholische Stiftskirche St. Marien, deren über 70 m hoher Glockenturm schon aus weiter Ferne zu sehen ist. Außerhalb des Klosters können Sie sich in der Klosterbrauerei den kulinarischen Genüssen hingeben.

Alternativ: Peitz–Reicherskreuz–Kummro-Neuzelle ca. 43 km

 

3. Tag: Neuzelle- Ratzdorf- Eisenhüttenstadt-

            Frankfurt/Oder ca.56 km

Zuerst radeln sie nach Ratzdorf, hier mündet die Neiße in die Oder, ein erhebender Anblick. Auf den Terrassen des ursprünglichen Urstromtales liegt Eisenhüttenstadt am Fuße der Diehloer Berge. Um 1250 entstand die Stadt Fürstenberg, die im Laufe der Zeit auf Grund der Hüttenwerke und unterschiedlichen Mühlen immer weiterwuchs. Im Juli 1950 entschloss man sich zum Bau von Eisenhüttenstadt, der ersten „sozialistischen Stadt der DDR“, der später auch Fürstenberg angeschlossen wurde. Doch nicht nur die Industrie entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte, sondern es entstanden auch kulturelle Bauwerke und großzügige Grün- und Freiflächen, die der Stadt noch heute einen ganz besonderen Charme verleihen. Sie durchfahren ebenso die Ziltendorfer Niederung, wo im Sommer 1997 wegen des großen Hochwassers der Deich brach und Siedlungen und Landwirtschaftsflächen überflutet wurden.

Weiter radeln Sie in die am nördlichen Rande des Oder-Spree-Seengebietes liegende Universitätsstadt Frankfurt/Oder. Hier können Sie neben historischen Gebäuden den Lenné-Park bewundern. Er wurde auf mittelalterlichen Wallanlagen angelegt und begrenzt das Stadtzentrum in Richtung Westen. Im Osten verläuft die polnische Grenze, die Frankfurt/Oder, die wichtigste brandenburgische Grenzstadt zu Polen, von ihrem polnischen Teil Slubice trennt.

 

4. Tag: Frankfurt/Oder- Küstrin-Kietz-

             Letschin /Neulewin ca.65 km

Die Niederung entlang der Oder besticht durch ihre herbe Schönheit, die auch schon Fontane zu schätzen wusste. Noch heute sind die Spuren der Besiedlung durch Friedrich den Großen deutlich erkennbar. In der flachen Bruchlandschaft und auf dem Deich wird das Fahrradfahren zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sehenswert ist der Ort Lebus, der im Mittelalter als Bistumssitz dem Lebuser Land seinen Namen gab. Das Oderbruch, die Auen und die unglaublich schönen Ausblicke auf die eindrucksvolle Landschaft begleiten die Radler Kilometer für Kilometer. Wer gerne früh aufsteht und die Tour zeitig beginnt, wird sicherlich noch öfter innehalten und die vielen Momente genießen wollen, die dieses Naturrefugium entlang der Oder präsentiert. Denn bedingt durch die Eiszeit entstanden wunderbare Seen und geschwungene Hügel, die diesen Landstrich charakterisieren. Vor über 250 Jahren wurde er trockengelegt und besiedelt. Typisch für diese Region ist die besonders gut gedeihende Flora und Fauna (Störche, Kormorane, Reiher und Adonisröschen findet man hier). Der schützende hohe Deich, der teilweise auch befahrbar ist, macht es den Tieren und Pflanzen möglich, zu gedeihen.

 

5. Tag:  Letschin/Neulewin – Schwedt ca. 60 km

Heute kommen Sie in den Nationalpark "Unteres Odertal", eine einmalige mitteleuropäische Flussauenlandschaft mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Mit seinen alljährlichen Überflutungen ist das untere Odertal ein europäisch bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet seltener und gefährdeter Vogelarten. Auf dem Weg nach Schwedt/Oder passieren Sie Stolpe mit seinem "Grützpott", einem sagenhaften Wehrturm aus dem 12. Jh., von dem aus Sie einen herrlichen Blick über das Odertal und die angrenzende Grundmoränenlandschaft haben. Setzen Sie Ihre Fahrt fort, treffen Sie bald auf das ehemalige slawische Fischerdorf Criewen mit barocker Schlossanlage und Landschaftspark. Das Schloss Criewen und die Gebäude des Gutshofes wurden in den vergangenen Jahren rekonstruiert und beherbergen heute das Nationalparkzentrum im unteren Odertal. Der ehemalige Schafstall ist seit Herbst 2000 das Besucherzentrum des Nationalparks.

 

6.Tag:  Schwedt bis Löcknitz ca.71 km

Nachdem Sie sich ausreichend über die Geschichte der Tabakindustrie in Vierraden informiert haben, führt Sie der Oder-Neiße-Radweg weiter durch das schöne Untere Odertal. Dieses Gebiet wurde vor 15 000 Jahren in der Weichselzeit durch gewaltige Eismassen geschaffen. Ihnen verdanken wir jetzt die bewaldeten Grundmoränenhügel, geschwungene Endmoränenhügel sowie die kleinen Seen und das breite Tal der Oder. Sie fahren weiter durch die Ortschaften Gartz, Mescherin (letzter Ort an der Oder auf deutscher Seite) und Schönfeld. In Krackow gibt es für alle Interessierten noch ein Fahrzeugmuseeum zu besichtigen. Damit verlassen Sie Brandenburg und auch die ufernahe Strecke direkt an der Oder. Sie befinden sich nun in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurde im Mittelalter eine Grenzfeste zur Sicherung der Handelsstraße errichtet, aus der sich später Penkun entwickelte. Kurz vor Löcknitz fahren Sie in einen Wald hinein, wo sie parallel zum Löcknitzer See fahren. Eine Gelegenheit, für ein erfrischendes Bad.

 

7. Tag:  Löcknitz bis Ueckermünde ca.54 km

Auf Ihrem Weg liegt der kleine Ort Glashütte. Der Radweg verläuft an dieser Stelle auf dem ehemaligen Bahndamm der Randower Kleinbahn. Einen Besuch ist ebenfalls wert: Das Urkranenland bei Torgelow. Sie werden eine Reise in das Zehnte Jahrhundert unternehmen und Töpfern, Sarwürkern (Hersteller von Kettenpanzern), Schmieden und Bronzegießern bei der Arbeit über die Schulter schauen und ein Dorf mit Häusern des 9. und 10. Jahrhunderts (in Originalgröße rekonstruiert) besichtigen. Weiterhin lohnenswerte Ausflugsziele sind der Ahlbecker Seegrund, das Kulturwerk Ludwigshof und Rieth am Neuwarper See. Das Seebad Ueckermünde am Ufer des Stettiner Haff gehört zu jenen Orten, in die man sich schnell und nachhaltig verlieben kann. Idylle, malerische Bauwerke, ein langer Strand und der endlos erscheinende See machen Ueckermünde zu einem Ort, an dem man einfach nur die Seele baumeln lassen möchte. Ein Spaziergang durch die restaurierte Altstadt präsentiert Giebelbauten und Fachwerkhäuser, lässt den Blick über das Pommersche Schloss schweifen und führt schließlich zum Haffmuseum.

 

8. Tag: Ueckermünde – Anklam – Usedom ca.60 km

Um das nächste Tagesetappenziel zu erreichen, bieten sich mehrere Alternativen. Entweder man folgt unmittelbar dem Radfernweg Berlin-Usedom, oder man nutzt die Fähre von Ueckermünde nach Kamminke auf Usedom, um das Stettiner Haff in seiner ganzen imposanten Größe zu erleben. Von dort folgt man dem Nordufer nach Usedom-Stadt. Die Radroute dagegen zieht sich zunächst am Südufer entlang und über Mönkebude und Leopoldshagen nach Bugewitz. (Abkürzung die Fähre Kamp-Karnin nehmen, soll ab 2020 wieder verkehren). Der Radweg führt Sie zur Hansestadt Anklam. Sie ist die Geburtsstadt von Otto Lilienthal und gilt als „Tor zur Insel Usedom“. Anklam liegt an der Peene, die in den Peenestrom mündet, der wiederum in die Ostsee fließt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Anklam verführen zum Aufenthalt, etwa das Museum, das zu Ehren von Otto Lilienthal errichtet wurde und ausführlich und unterhaltsam von dessen Lebenswerk berichtet. Dem Kulturraum Peenetal widmet sich das Museum im Steintor - ebenfalls ein historisches Bauwerk, das um 1450 entstand und das letzte erhaltene Stadttor von Anklam ist. Von Anklam bringt uns der Radweg nach Relzow, Libnow und Pinnow und über die Zecheriner Klappbrücke auf die Insel Usedom. Auf Usedom geht es nun auf kaum befahrener, allerdings sehr maroder Straße weiter, vorbei an Karnin und Mönchow, in die Stadt Usedom dem heutigen Etappenziel. Die Kleinstadt Usedom im Achterland liegt am Usedomer See, der Teil des Stettiner Haffs ist. Die Region rund um die Stadt war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt, und Usedom blickt auf eine lange Historie zurück, aus der viele der noch vorhandenen Bauwerke stammen, etwa die Marienkirche oder das Anklamer Tor. Auf dieser Etappe ist fast alles dabei, auf dem es sich Rad fahren lässt: Asphalt, Wald- und Feldwege mit und ohne Steine, kurze Strecken auf Landstraßen mit und ohne Kopfsteinpflaster... und sogar eine Fähre.

Informationen zur Fähre Ueckermünde-Kamminke finden Sie hier:

Die Oderhaff Reederei Peters (www.reederei-peters.de) fährt von Mai bis Oktober täglich zwischen Ueckermünde und Kamminke. Die Fahrzeit beträgt etwa 80 Minuten.

Weiter Infos unter: 039771 22426 - für größer Gruppen ist es ratsam, die Überfahrt vorher zu buchen.

 

9. Tag: Usedom – Ahlbeck/Swinemünde –

            Zinnowitz ca.60 km

Vom Städtchen Usedom führt der Radfernweg Berlin-Usedom durch einen kleinen Wald und zieht sich dann am Nordufer entlang über Stolpe und Dargen nach Bossin und Kutzow. Einige kleinere Steigungen bringen die Radtourer nach Ahlbeck und damit in eines der drei berühmten Kaiserbäder von Usedom, zu denen noch Bansin und Heringsdorf zählen. Ahlbeck wartet mit einem besonderen Highlight auf, hier befindet sich nämlich mit der Ahlbecker Seebrücke aus dem Jahr 1898 das älteste, noch gut erhaltene Bauwerk seiner Art in Deutschland. Die Promenade präsentiert die edlen Villen im Stil der Bäderarchitektur. Wer ein wenig abseits unterwegs ist, entdeckt dann noch das ursprüngliche Ahlbeck mit seinen urigen Fischerkaten und anderen, mit Reet gedeckten Häusern. Sonnenhungrige und Wasserratten haben es daher gut auf Usedom; schließlich erstreckt sich ein etwa 42 Kilometer langer und bis zu siebzig Meter breiter, feinsandiger Strand von Peenemünde bis an die polnische Grenze nach Swinemünde. Ein weiteres Highlight ist die Europapromenade, die die bekanntesten Seebäder miteinander verbindet und sich ebenfalls bis Swinemünde am Strand entlangzieht. Entlang der Seepromenade führt Sie Ihr Radweg nach Zinnowitz.

Hinweis: Von Kamminke führt ein neuer Radweg ins polnische Swinemünde.

 

10. Abreise

 

 

Leistungen:    

  • Spreewaldtypische Begrüßung

  • 9 Übernachtungen inkl. Frühstück

  • Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel

  • Touren-T-Shirt

  • 1 x Karten- und Informationsmaterial pro Zimmer

  • 8 Tage Service Hotline

 

 

Preis pro Person:                    

  •   800,00 € im Doppelzimmer

  • 1000,00 € im Einzelzimmer                      

 

 

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